Thailands Touristiker leben mehr als andere in Corona-Angst

Kein anderes Land ist so abhängig von chinesischen Touristen wie der südostasiatische Staat. Bleiben die Chinesen bis in den März hinein aus, könnte das die Tourismusbranche des Landes mit Verlusten von bis zu 3,5 Milliarden Euro treffen.

Noch sind sich nach Informationen des „Handelsblatts“ die Fachleute nicht ganz einig, wie schlimm der „Corona-Crash“ tatsächlich wird. Das hängt davon ab, wie lange China ganze Provinzen abriegelt und Gruppenreisen verbietet. Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn geht laut „Handelsblatt“ zunächst von einem Schaden von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro aus. Wirtschaftsforscher und die Tourismusbehörde TAT rechneten hingegen mit Ausfällen von 2,4 bis 3,5 Milliarden Euro für das erste Quartal.

Elf Millionen reisten im vergangenen Jahr nach Thailand. Damit ist das Land neben Japan deren beliebtestes Reisedziel. Insgesamt habe das Geschäft mit den Chinesen knapp 16 Milliarden Euro gebracht, so das „Handelsblatt“.

Die China-Krise trifft Thailands Wirtschaft in einer Schwächephase. Einem nachlassenden Wirtschaftswachstum schließen sich nun noch ungünstigere Prognosen für die weitere Entwicklung an, denn der Tourismussektor ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes.