Philippinische Regierung bestreitet Verheimlichung von Corona-Toten

Das Gesundheitsministerium der Philippinen hat Berichten widersprochen, denen zufolge Kliniken angewiesen worden seien, Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verheimlichen.

Sein Ministerium „habe und werde nie eine Anweisung an die Krankenhäuser herausgeben, die Zahlen der Covid-19-Toten zu vertuschen“, teilte Gesundheitsminister Francisco Duque am Samstag auf Twitter mit.

Auslöser für die offizielle Stellungnahme war der Facebook-Post eines lokalen Fernsehreporters. Dem Eintrag zufolge soll eine Klinik in der Metropolregion Manila die Anweisung erhalten haben, an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorbene Patienten nicht mehr zu zählen. „Laut jemandem, der an vorderster Front kämpft, ist die Situation erschreckend, weil die Leichen den Flur des Krankenhauses säumen“, hieß es in dem Post. „An einem Tag sterben 10 Menschen.“ Die Klinik fordere keinen Nachschub an Leichensäcken für die Toten an. Duque zufolge geht sein Ressort nun den Behauptungen nach.

Am Samstag meldete das Ministerium 233 Neuinfektionen. Damit lag die Zahl der bestätigten Infizierten bei 4428. Mit 26 neu hinzugekommenen lag die Zahl der Toten bei knapp 250. Auf der Hauptinsel Luzon herrschen bis Ende April strenge Ausgangsbeschränkungen. Auf Luzon mit der Hauptstadt Manila lebt mit 57 Millionen Menschen mehr als die Hälfte der Bevölkerung des südostasiatischen Inselstaats.