Malaysia: Vermisstes britisches Mädchen ist tot

Eine seit mehr als einer Woche vermisste 15-Jährige wird im Naturschutzgebiet in Malaysia gefunden. Nach der Obduktion gibt es keine Hinweise auf eine Straftat.

Die im Dschungel von Malaysia verschwundene und nach zehn Tagen tot aufgefundene 15-jährige Nora ist an inneren Blutungen gestorben. Die Autopsie habe ergeben, dass der Teenager aus London vom Hunger ausgelöste Magen-Darmblutungen erlitten habe, teilte die malaysische Polizei am Donnerstag mit. Anzeichen für ein Verbrechen gibt es demnach nicht: Es spreche bisher nichts für eine Vergewaltigung oder eine Entführung.

Die Jugendliche aus London hatte mit ihren Eltern in einem Öko-Resort im bergigen Hinterland der Hauptstadt Kuala Lumpur Urlaub machen wollen. Schon kurz nach der Ankunft verschwand sie aus ihrem Zimmer. Nora war nach Angaben der Eltern mit einem Gehirndefekt auf die Welt gekommen. Sie litt an einer Lernschwäche und hatte Probleme beim Gehen.

Der Teenager – Tochter einer Irin und eines Franzosen – wurde am Dienstag nur 2,5 Kilometer vom Hotel entfernt von einem Einheimischen gefunden. Ein Hubschrauber hatte die Leiche in ein Krankenhaus gebracht, wo die Eltern sie identifizierten. An der zehntägigen Suche hatten sich etwa 350 Einsatzkräfte, Freiwillige und Berichten zufolge sogar ein Schamane beteiligt.