Taucher entdecken seltenes „Blaues Loch“ in Malaysia

article inline
 
 
 

Malaysia ist um eine Touristen-Attraktion reicher: Taucher haben nach Angaben der „Borneo Post“ in der Darvel Bay (bei Lahad Datu) ein „Blue Hole“ gefunden.

Die geologische Struktur im südchinesischen Meer sei deshalb so besonders, weil es sich gleich um zwei blaue Löcher handele. Sie könnten eines Tages ein Taucherparadies werden.

Die Taucher der Parkverwaltung Sabah Parks TTS, zu der auch Forscher gehörten, waren am 14. Februar im Einsatz, um Daten zu sammeln, als sie zufällig auf die Löcher stießen. Jedes soll etwa 15 Meter tief sein.

Der wissenschaftliche Leiter, Nasrulhakim Maidin, sagte der Zeitung: „Eine Sauerstoffflasche reichte aus, um alles abzutauchen. Es war ein erstaunliches Erlebnis, als würde man über eine Bergkette schwimmen.“

„Blue Holes“ sind Sinklöcher, die im Kalkgestein von Küstensaumriffen vorkommen. Sie entstanden aus mit Wasser vollgelaufenen Dolinen oder Höhlen, deren Decken irgendwann eingebrochen sind. Was übrig bleibt, ist ein tiefes Loch – manchmal sogar mit einer unterirdischen Verbindung zu anderen Höhlen oder Wasserreservoires. „Blue Holes“ reichen dadurch oft weiter in die Tiefe als das Meer um sie herum.

▶︎ Berühmt ist das Longdong-Sinkloch im Xisha-Archipel, das mit 300,89 Metern tiefste bekannte blaue Loch.

Andere berühmte „Blue Holes“ sind das Dean’s Blue Hole im Gebiet der Bahamas (202 Meter tief), das Great Blue Hole in Belize (120 Meter), das Blue Hole im Roten Meer (Ägypten/90 Meter) und das Blue Hole im Great Barrier Reef (Australien/30 Meter).

Die Meeresbiologen um Nasrulhakim Maidin sind sich bewusst, dass „ihr“ blaues Loch das Potenzial für eine Touristen-Attraktion hat – sie würden es aber lieber sehen, wenn das Naturwunder erst einmal in Ruhe erforscht wird.