Philippinen: Viele Tote durch Tropensturm „Tembin"

Fast 200 Menschen sind bei einem Taifun auf den Philippinen ums Leben gekommen. Die Opferzahl könnte noch steigen. Gerade in Bergdörfern werden viele Einwohner vermisst.

Anwohner der Stadt Cagayan de Oro retten sich auf das Dach eines Fahrzeugs

Der Sturm „Tembin“ fegte den Angaben zufolge über die südliche Inselgruppe Mindanao, wo er Schlammlawinen und Überschwemmungen verursachte. Besonders schwer wurde die Region um die Stadt Tubod in der Provinz Lanao del Norte getroffen. Die Behörden gaben die Zahl der Toten zuletzt mit 182 an.
Ein ganzes Dorf ist plötzlich weg

Das Bergdorf Dalama etwa ist nach Angaben der örtlichen Polizei wie ausradiert. Der Fluss sei angeschwollen und habe fast alle Häuser mit sich gerissen. Auch in der Stadt Piagapo sollen Geröll- und Schlammlawinen dutzende Häuser zerstört haben.

Rettungskräfte, Polizisten, Soldaten und Freiwillige wurden mobilisiert, um nach Überlebenden zu suchen und bei Aufräumarbeiten zu helfen. Die Bemühungen hätten sich jedoch schwierig gestaltet, da in der Region die Strom- und Kommunikationsleitungen zusammengebrochen seien, so die Behörden.Man
sei vom Ausmaß der Zerstörungen überrascht worden, sagte der Leiter der regionalen Katastrophenschutzbehörde, Manuel Luis Ochotorena.

20 Taifune jährlich

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde weiter Richtung Meer. Am Abend soll er an der Spitze der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen, so der staatliche Wetterdienst, am Montag dürfte er die Philippinen verlassen haben. Der südostasiatische Inselstaat wird jährlich von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Dabei kommen häufig Menschen ums Leben. 2013 starben durch den Taifun „Haiyan“ nahezu 8000 Menschen, 200.000 Familien wurden obdachlos.



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