Razzia in Schwulenklub: Indonesische Polizei nimmt 141 Männer fest

Bei einer Razzia in einem Schwulenklub in Jakarta sind mindestens 141 Männer festgenommen worden. Sie stehen laut Polizei unter Verdacht, an Prostitution beteiligt gewesen zu sein.

Wegen ihrer Teilnahme an einer Homosexuellen-Party sind in Indonesien mindestens 141 Männer festgenommen worden. Die Polizei hatte am Sonntagabend ein Gebäude in der Hauptstadt Jakarta durchsucht. In dem Klub "Atlantis Gym and Sauna" fand zu diesem Zeitpunkt eine Strip-Show statt.

Die Festgenommenen stehen nach Angaben eines Polizeisprechers unter Verdacht, an Prostitution beteiligt gewesen zu sein. Zehn Männern droht demnach eine Verurteilung wegen Verstoßes gegen die indonesischen Anti-Pornografie-Gesetze. Unter ihnen sind die Organisatoren der Party sowie mutmaßliche Prostituierte und Stripper.
Im Unterschied zu anderen muslimischen Ländern ist Homosexualität in dem 250-Millionen-Einwohner-Staat Indonesien nicht verboten, mit Ausnahme der Provinz Aceh. Allerdings wird mit dem Erstarken von radikal-islamischen Kräften seit einiger Zeit wieder zunehmend Stimmung gegen Homosexuelle gemacht.

Feindseligkeiten gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender nahmen in jüngster Zeit zu. Konservative Politiker und Minister sowie einflussreiche islamische Gruppierungen wetterten öffentlich gegen Homosexuelle.

Anfang des Monats nahm die Polizei acht Männer fest, die an einer Schwulen-Party in der Stadt Surabaya teilgenommen haben sollen. In der vergangenen Woche verurteilte ein Scharia-Gericht in Aceh zwei Männer zu jeweils 85 Stockhieben, weil sie miteinander Sex hatten.



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