Tierschützer fordern Schließung von Zoo in Indonesien

Tierschützer haben nach schockierenden Videos von den Zuständen in einem indonesischen Zoo dessen Schließung gefordert. Im Zoo der Stadt Bandung seien die Malaienbären derart hungrig, dass sie ihre eigenen Exkremente äßen, sagte ein Tierschützer.

Tierschützer haben nach schockierenden Videos von abgemagerten Bären die Schließung eines indonesischen Zoos gefordert. Im Zoo der Stadt Bandung seien die Malaienbären derart hungrig, dass sie ihre eigenen Exkremente äßen, sagte der Leiter der indonesischen Tierschutzorganisation Scorpion Wildlife Trade Monitoring Group, Gunung Gea. Videobilder zeigten bis auf die Knochen abgemagerte Tiere, die die Zoobesucher mit erhobenen Armen um Essen anflehen.

Die Gruppe nahm die Videos im vergangenen Jahr auf. Doch seitdem trat ihren Angaben zufolge keine Besserung ein. Bei einem erneuten Besuch des Zoos im Januar sei das Gehege der Malaienbären immer noch schmutzig gewesen, und die Bären sähen immer noch hungrig aus.

Ein Sprecher des Zoos bestritt, dass die Tiere schlecht behandelt würden oder unterernährt seien. "Wir geben ihnen täglich zwei Mal zu Fressen. Das heißt, das Management hat seine Pflicht erfüllt", sagte Zoosprecher Sudaryo.

Der Malaienbär, auch Sonnenbär genannt, lebt in den Tropenwäldern Südostasiens. Er ist innerhalb der Familie der Großbären der kleinste Vertreter seiner Familie. Durch die massive Regenwaldzerstörung und die Jagd sind Malaienbären akut gefährdet.

2016 war der Zoo von Bandung in die Schlagzeilen geraten, als dort ein vom Aussterben bedrohter Sumatra-Elefant starb. Viele indonesische Zoos sind vollständig unterfinanziert, und die Meldungen über hinter Gittern gestorbene Tiere häufen sich. Der Zoo von Surabaya erlangte in den vergangenen Jahren traurige Berühmtheit als "Ort des Grauens", nachdem dort hunderte Tiere verendeten.



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