«MIT DEN PHILIPPINEN HABEN WIR GROSSES VOR»

23‘500 Schweizer besuchten letztes Jahr das asiatische Inselparadies. Für dieses Jahr sind 10% Wachstum das Ziel.

Vor einem Jahr hat Margarita «Meggie» Valdes die Leitung des Philippine Department of Tourism für Zentral- und Osteuropa im Frankfurter Büro unternommen. Nun will sie vermehrt auch auf die Schweiz fokussieren, wie Sie bei einem Interview mit travelnews.ch anlässlich der Fespo Zürich erklärt: «Die Schweiz ist der fünftgrösste Outbound-Markt Europas für die Philippinen», erklärt sie. Nachdem die Schweiz im letzten Jahr von Januar bis November – die definitiven Zahlen stehen noch aus – ein Wachstum von 9,4% bei Einreisen aus der Schweiz hinlegte, sei entschieden worden, noch mehr in diesen Markt zu investieren.

Um eine permanente Präsenz vor Ort zu haben, wurde die Agentur Tasari in Thalwil, unter Leitung von Simone Wasserfallen, damit betraut, Marketing- und PR-Angelegenheiten für die Philippinen in der Schweiz zu übernehmen. Für die Schweiz habe man Grosses vor.

Die Ziele, welche Valdes mit Wasserfallen für das Jahr 2017 ausgearbeitet hat, sind klar: «Die Philippinen, ohnehin bereits stark im Trend, sollen nochmals 10% mehr Einreisen aus der Schweiz verzeichnen.» Schweizer Touristen reisen laut Valdes jeweils mehrere Ziele innerhalb der philippinischen Inselwelt an. Die genaue Aufenthaltsdauer und andere statistische Daten wurden bislang für die Schweiz nicht ermittelt, diese werde nun aber nachgeholt, nachdem die Schweiz zum Kreis der Fokusmärkte gehöre. Es ist davon auszugehen, dass das Reiseverhalten ähnlich jenem der Deutschen ist – diese verbringen laut Valdes derzeit 18 Tage pro Aufenthalt auf den Philippinen.

Nonstopflug in Ausarbeitung

Wichtig für die weitere Entwicklung wird die Fluganbindung sein. Bislang reisen die meisten Besucher aus der Schweiz, darunter eine nicht zu unterschätzende «Expat Community» von Filipinos, meistens mit arabischen Carriern auf die Philippinen, wenige andere auch mit europäischen Carriern oder dem nationalen Carrier Philippines Airlines. Eine Nonstopverbindung ist bislang Fehlanzeige. Valdes bestätigt indes, dass man in Verhandlungen mit Edelweiss Air sei über mögliche Direktflüge von Zürich nach Manila, noch sei aber keine Entscheidung da. Sollte ein solcher Flug kommen, könnte man noch höhere Ziele hinsichtlich des Wachstums aus der Schweiz anpeilen.

Was macht denn die Philippinen so attraktiv?

Auf die Frage nach den touristischen Highlights des Landes kommt die Antwort schnell: «Die Philippinen bieten eine enorme Vielfalt – wir haben Strände, aber auch Berge. Wir bieten viel Kultur, die Leute sind offen und lebensfreudig, und unsere Küche ist einzigartig.» Letzteres ist in der Tat so: Die philippinische Küche unterscheidet sich recht markant von der gängigen «asiatischen Küche» und hat zahlreiche regionale Ausprägungen. Darüber hinaus lieben die Philippiner das Essen allgemein.Inzwischen hat sich auch hohe Gastronomie dort breitgemacht, etwa die Galeria Vask in Manila, eines der Top-50-Restaurants in Asien, oder Chef Margarita Fores, welche kürzlich zu «Asia’s Top Chef» gekürt wurde. Im April steige mit der «Madrid Fusion Manila» ein international renommierter Gastronomie-Event mit zahlreichen Top-Chefs. Essen ist so wichtig, dass man auf den Philippinen Gäste oft mit dem Spruch «kumain ka na» begrüsst, was soviel heisst wie «Hast Du schon gegessen?».

Beliebteste Touristenattraktionen sind die Inseln Palawan, Boracay und Cebu. Doch auch Manila biete viel, nebst dem gastronomischen Erlebnis etwa hervorragendes Shopping und ein vielfältiges Nachtleben. Um all die Vielfalt einzufangen, welche auf den 7107 Inseln der Philippinen anzutreffen sind, werde viel mit regionalen Offices gearbeitet. Valdes‘ Vorgängerin Venus Tan etwa leitet jetzt das Tourismusbüro von Banaue auf Luzon. «Es hat etwas für jeden Geschmack», resümiert Valdes, und meint damit nicht nur die philippinische Küche.

«Western Mind, Latin Heart, Asian Soul»

Das grösste Asset der Philippinen seien aber die Einwohner, welche Valdes folgendermassen charakterisiert: «Western Mind, Latin Heart, Asian Soul». Im grössten katholischen Land Asiens, wo der europäische Einfluss besser spürbar ist als anderswo, sei ein einzigartiger Mix entstanden, der Besucher schnell in den Bann ziehe.

Ein Ende des touristischen Höhenflugs ist jedenfalls nicht in Sicht. Tourismus ist inzwischen drittwichtigster Wirtschaftszweig der Philippinen und das Land hat nicht zuletzt dank der viral erfolgreichen Marketingkampagne «It’s More Fun in the Philippines» stark zugelegt. Valdes dementiert übrigens Medienberichte, wonach der Slogan überarbeitet oder gar ersetzt werde: «Der Slogan funktioniert seit 2012 prächtig und die Tourismusbehörden wollen bis auf Weiteres daran festhalten.» Wichtig für den Erfolg sei auch die Unterstützung durch Spezialisten im Markt. Die Philippinen sind bereits gut verankert; das grösste Programm habe Tourasia, dessen Chef Stephan Römer in der (sozialen) Medien übrigens als grosser Promotor der Philippinen auftritt.

Die Top 10 Aktivitäten für Touristen

Was kann man denn alles unternehmen? Die Spontanantworten von Meggie Valdes sind die Folgenden:

Kayaking auf dem Blauen Lagune auf Palawan

Parasailing auf Boracay

An einer Liane hängend in die Wasserfall-Pools auf Siquijor springen

ATV-Touren auf dem Vulkan Mayon

Surfen in Siargao

Die lokalen Bauern auf den Reisterrassen von Banaue treffen

Bis in die Morgenstunden Party machen in Manila

Wandern auf dem Mount Apo

Whitewater Rafting in der Region Cagayan de Oro

Wellness im Resort «The Farm» in San Benito



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