Andaman Inseln: Tourismus als Chance oder als Gefahr

Eigentlich wollte die lokale Politik genau das: Die Andaman-Inseln sollten bekannter werden und Touristen anlocken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Aber nun rollt eine Art Touristenwelle, und das sorgt auf den Inseln für Probleme.

Die Sonne steht rot und tief über dem Meer und taucht das Land in warmes Licht. Ein paar dutzend indischer Touristen tummeln sich am Strand, fotografieren den Sonnenuntergang und schießen Selfies. Ein paar improvisierte Verkaufsstände bieten Tee, Snacks und Souvenirs an.

Die Andaman und Nikobar Inseln mitten im Ozean zwischen Indien und Thailand sind ein verschlafener Ort. Die nur rund 350.000 Einwohner verteilen sich auf die etwa vierzig bewohnten Inseln. Ein Drittel lebt in der Hauptstadt Port Blair. Bis vor wenigen Jahren verliefen sich nur eine Handvoll Individualtouristen hierher. Doch seit Indiens Wirtschaft wächst und damit eine wohlhabender werdende Mittelschicht entstanden ist, haben auch die Inder das Reisen entdeckt. Und die Andamanen gelten als Traumziel, vor allem für Paare auf Hochzeitsreise oder für Familien als einmaliger Traumurlaub vor der eigenen Haustür.

Dabei hatten die Andamanen zuvor ein düsteres Image. Die Inder nannten sie auch "kala pani" – schwarzes Wasser, obwohl das Meer rund um die insgesamt rund 500 Inseln so türkisblau aussieht, wie es selbst der aufwändigste Urlaubskatalog nicht schöner abbilden könnte. Das dunkle Image stammt noch aus der Kolonialzeit. Die Briten hatten die damals allein von Ureinwohnern bevölkerten Inseln 1858 in Besitz genommen. Sie nutzten sie als Militärstützpunkt aber auch als Strafkolonie für Unabhängigkeitsaktivisten vom Festland Indiens.

Das einstige Gefängnis der Briten ist heute ein Museum

Das Cellular Jail, das bekannte Gefängnis der Briten, ist heute ein Museum. Es liegt auf einem Hügel über Port Blair, der Hauptstadt der Andamanen. Trotz des Gewusels der vielen Besucher hat dieser Ort etwas Unheimliches. Die beiden dreistöckigen rund 50 meterlangen Gefängnistrakte, die spitz aufeinander zulaufen, wirken bedrohlich. In der Mitte werden sie durch einen Wachturm verbunden.

In dessen Inneren sind die Namen der früheren Insassen auf Gedenktafeln festgehalten. Sie alle saßen in Einzelzellen ein. Es gab keine Toiletten, die hygienischen Umstände waren unerträglich, dazu kamen Tropenkrankheiten wie Malaria und Typhus. Viele überlebten ihre Gefangenschaft nicht.

Um an diese Zeit und an ihr Schicksal zu erinnern, veranstaltet die Stadtverwaltung jeden Abend eine Klang- und Lichtshow im Innenhof des Gefängniskomplexes. Die Zuschauer sitzen auf Stuhlreihen in der Mitte des Platzes, wo vormals ein Pranger stand. Mit atmosphärischem rotem und weißem Licht werden die Zellentrakte angeleuchtet. Eine Stimme vom Band erzählt dazu die Geschichten aus der düsteren Zeit des Gefängnisses.

Die Briten brachten aber nicht nur Gefangene, sondern auch Arbeiter und Bedienstete auf die Inseln. Einer von ihnen war der Großvater von Doktor Selvaraj Gandhi. Der hochgewachsene 37-jährige arbeitet als Zahnarzt in Port Blair:

"Meine Familie lebt hier seit 1939. Zu der Zeit warben die Briten Leute an, um hier zu ar-beiten. Mein Großvater bekam eine Stelle als Koch im Cellular Jail. Es gefiel ihm hier, die Ruhe, alles ist schnell erreichbar, es gibt keine Hektik. Er blieb und gründete nach der Unabhängigkeit eine kleine Firma und handelte mit Kohle."

Als 1947 die Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien abzusehen war, versuchten politische und militärische Kreise in Großbritannien, die Inseln als militärstrategische Basis beim Vereinigten Königreich zu halten. Entschieden wurde der Streit über die zukünftige Zugehörigkeit der Inseln vom britischen Vizekönig von Indien, Lord Mountbatten. Er empfahl der britischen Regierung, die Andamanen dem zukünftigen, hinduistisch geprägten indischen Staat zuzuschlagen, und so geschah es.

Viele der ehemaligen Gefangenen, die die Kerker der Briten überlebt hatten, blieben. Die Regierung gab ihnen Land. Das junge Indien wollte seinen Anspruch auf die Inseln zementieren, die viel näher an Burma und Thailand liegen als an Indien. Deshalb boten sie Bewohnern des Festlands, die sich hier niederlassen wollten, günstige Bedingungen. So kamen Fischer aus Andhra Pradesh an der Ostküste Indiens, ethnische Minderheiten aus Bihar und Ranchi, die für niedere Arbeiten angeworben wurden, Bauern aus Tamil Nadu und Kerala im Süden.

Bereits unter den Briten hatten sich zudem Karen auf den Andamanen angesiedelt, ein Bergvolk aus Burma. Die Briten hatten Mitglieder der damals politisch verfolgten Gruppe für ihre Sägewerke im Norden der Inseln angeworben. Heute leben noch einige Tausend von ihnen in ein paar Dörfern im Norden der Inseln und haben sich einen Namen als Fischer und Bootsbauer gemacht. Nach dem Krieg zwischen Indien und Pakistan kamen hinduistische Flüchtlinge aus dem neu gegründeten Bangladesh hinzu. Sie machen heute mit knapp einem Viertel den größten Teil der Bevölkerung aus.

Die Inseln sind auch ein militärischer Vorposten

Bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt Port Blair fällt denn auch auf: Die Leute hier sehen alle ganz unterschiedlich aus, manche sind von kleinerer Statur und sehr dunkel wie die Menschen in Südindien, andere groß und heller, wie die im Norden. Die Leute hier nennen die Inseln auch scherzhaft "Mini-Indien", sagt Doktor Gandhi.

Die Inseln unterstehen als so genanntes Unionsterritorium direkt der Bundesregierung in Delhi, verwaltet von einem Gouverneur. Dieser Unterschied zu den selbst verwalteten Bundesstaaten Indiens unterstreicht auch heute noch die besondere Rolle der Inseln für das Land. Denn sie dienen auch als Militärstützpunkt, quasi als Vorposten Indiens im maritimen Einflussbereich seines Erzrivalen China. Indien unterhält hier eine Abhörbasis. Deshalb waren die Inseln auch lange Zeit streng abgeschottet. Noch sind selbst für Inder nur rund 40 von ihnen freigeben. Ausländische Gäste brauchen eine spezielle Aufenthaltserlaubnis und dürfen nur einen Monat am Stück bleiben.

Nur mit Fähren gelangt man von einer Insel zur anderen. Für jene, die abseits der Hauptrouten liegen, muss man sogar ein privates Boot mieten. Obwohl die Region traumhaft schön ist, entwickelte sich deshalb der Tourismus nur langsam. Die ersten, die kamen, waren Rucksacktouristen aus Europa, Amerika, Israel oder Japan.

Neil Kamal Das erinnert sich daran. Der Ende Dreißigjährige lebt auf der kleinen Insel Neil, eine etwa dreistündige Fährfahrt von Port Blair entfernt. Der erste Fremde, den er je zu Gesicht bekam, war ein Japaner, erzählt er:

"Ich war noch klein damals, vielleicht sieben oder acht. Es gab noch keine richtigen Straßen hier. Und alle, die hier lebten hatten nur Bambushütten. Unsere stand in der Nähe des Strands. Der Japaner zeltete zwischen den Bäumen dort unten. An dem Abend zog ein Zyklon über die Insel. Als der Sturm abgeklungen war, ging ich, um nach ihm zu schauen. Er war verzweifelt. Sein Zelt war kaputt und er hatte nichts zu essen. Ich konnte kein Wort Englisch, aber ich nahm seine Hand und bedeutete ihm mitzukommen. Wir nahmen ihn bei uns auf. Er blieb neun Tage, denn durch den Sturm konnten keine Schiffe fahren. Als er ging, schenkte er uns eine Kamera, eine Schnorchelbrille und etwas Geld."

Die ersten Touristen kampierten in Zelten am Strand

Mit den Jahren kamen die Rucksacktouristen regelmäßig, aber immer nur eine Handvoll auf einmal. Sie kampierten in Zelten am Strand. Lodges und Restaurants gab es damals noch nicht. Als Jugendlicher verdiente Das sich etwas Geld dazu, indem er auf dem rund fünf Kilometer entfernten Markt für sie einkaufte:

"Die Reisenden gaben mir Geld und ich kaufte für sie Reis, Mais, Chapatis, Wasser, was auch immer. Dafür zahlten sie mir ein bisschen extra. Ich war zu der Zeit vielleicht so 12, 13 Jahre alt. Ich fand viele neue Freunde damals."

Doch dann entstanden die ersten Lodges auf der Insel und mit Das' Geschäft war es erst einmal vorbei.

"Auf dem Sunset Beach baute einer eine Lodge mit sieben, acht Hütten. Ein paar Jahre später kam noch eine Lodge dazu. Die beiden Besitzer beschwerten sich bei den Behör-den, das es schlecht für ihr Geschäft sei, wenn die Touristen umsonst auf dem Strand zelten dürfen. Daraufhin wurde das Camping hier verboten."

Inzwischen haben viele Bewohner der Insel ein paar einfache Bungalows aus Bambus oder offene Pavillons als Restaurant in ihren Garten gestellt. Vor drei Jahren hat auch Das eine kleine Lodge gegründet.

Er legt viel Wert darauf, dass seine Gäste mehr von der Insel kennenlernen als nur die Hauptattraktionen, wie die Strände, an denen man den Sonnenauf- und -untergang sehen kann. Er veranstaltet gern Entdeckungstouren für sie, nimmt sie mit in den Wald in der Nähe seines Hauses und erklärt ihnen die Tier- und Pflanzenwelt.

Oder er bringt sie zu einem menschenleeren Strand und zeigt ihnen dort die schönsten Korallenbänke zum Schnorcheln. Inzwischen sind zwischen den einfachen Lodges auch einige teure Resorts entstanden, die bis zu 150 Euro pro Tag kosten. Vor allem Besucher vom Festland Indiens übernachten dort, Familien oder frisch verheiratete Paare. Die meisten sind auf einer pauschal organisierten Rundreise und bleiben nur eine Nacht, dann geht es schon weiter zur nächsten Insel. Neil Kamal Das hält nicht viel von dieser Art des Tourismus:

"Sie machen so viel Müll. Sie kaufen Wasser in Plastikflaschen, die leeren Flaschen schmeißen sie einfach irgendwo hin. Ich mag diese indischen Touristen nicht, die Ausländer sind mir viel lieber. Sie sind nicht so laut und sie kommandieren nicht so viel herum. Sie bestellen einen Tee, ok: 'Ich möchte einen schwarzen Tee oder einen mit Milch' – kein Problem. Aber die indischen Gäste nörgeln so viel: 'der ist nicht heiß genug, der ist zu heiß, mach den Tee so oder so...., beeil dich, wir müssen weiter....'"

Jetzt kommen viele Pauschaltouristen vom Festland

In den letzten fünf bis zehn Jahren ist die Anzahl der Besucher auf den Andaman Inseln drastisch gestiegen. Ein Großteil besteht mittlerweile aus Pauschaltouristen vom Festland.

Savita Vijaykumar sieht darin sowohl Chancen als auch Risiken. Die Politik- und Sozial-wissenschaftlerin aus Bangalore hat mehrere Jahre auf den Andamanen geforscht. Dabei hat sie sich auch mit den Auswirkungen des Tourismus beschäftigt.

"Inseln haben eine Grenze, was sie verkraften können. In diesem Mikrokosmos sieht man die Auswirkungen der von Menschen verursachten Gefahren viel deutlicher: Die Hauptbedrohungen sind unkontrollierter Tourismus, Steigerung der Fischerei und Ressourcenverbrauch: Trinkwasser, Land, kultivierbarer Boden. Wenn der Tourismus weiter so steigt wie bisher und die Tragfähigkeit nicht mitberücksichtigt wird, dann kann es hier schnell schwierig werden. Die Frage ist: welche Art von Tourismus will man hier? Es wird viel von Ökotourismus gesprochen, aber was bedeutet das?"

Für nachhaltigen Tourismus bieten die Andamanen sehr viel Potential, vor allem für Out-doorsportarten. Die Riffe rund um die Inseln gehören zu den schönsten Tauchgründen der Welt. Riffhaie, Rochen, bunte Tropenfische, Seeschlangen tummeln sich dort. Wer Glück hat, bekommt gar eines der seltenen Dugongs, auch Gabelschwanzseekühe genannt, oder ein paar Delfine zu Gesicht.

Die touristisch am stärksten erschlossene Insel Havelock beherbergt auch die meisten Hotels und Tauchschulen. Der 34-jährige Sayeed Salim führt zusammen mit einem Partner die Tauchschule Dive India, eine der beiden ersten hier. Er erzählt von den Anfängen:

"Das Tauchen begann hier unter einem ehemaligen Navy Kommandeur ich glaube Ende der 90er. Vinnie, mein Partner, kam 2001 für ein Sabbatical hierher. Er half in der Tauch-schule, die zwei Schweizern gehörte. Später übernahm er sie und mit ihr auch das Team. Darunter gab es drei Brüder aus der Community der Karen; sie kannten das Meer hier sehr gut. Sie nutzten ihre Kontakte zu den Fischern und schauten sich an, welche Fische sie an welchen Stellen fingen. Dann gingen sie raus und suchten dort nach guten Tauch-gründen. Damals hatten sie kein Sonar und nur ganz einfache Holzboote. Von 11 Ent-deckungstouren brachte nur einer etwas Interessantes zutage. 2007 fanden sie das erste Highlight, eine mit Korallen bewachsene Felsnadel etwa 20 Meter unter dem Meeres-spiegel. Ungefähr zu der Zeit kam ich hierher."

Bis dahin besuchten nur die eingefleischten Tauchfans die Andamanen. Doch ab 2007 wurden es plötzlich mehr, zunächst hauptsächlich Ausländer, doch dann entdeckten auch mehr und mehr Inder die Unterwasserwelt, erinnert sich Saleem.

"Es wurden auf einmal viele indische Filme mit Unterwasserszenen produziert. Das brachte die Leute auf den Geschmack, mal einen Tauchkurs zu versuchen. So gegen 2010 war das. Wir bekamen auf einmal ganz viele Anfragen aus dem Inland."

Tauchen ist nun das große Thema

Inzwischen bietet mehr als ein Dutzend Schulen Tauchgänge an. Die Profis unter ihnen legen sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit, lehren ihre Schüler, vorsichtig mit dem Riff umzugehen, nichts anzufassen oder mitzunehmen. Es gibt jedoch auch solche, die sich eher um Masse als um Qualität kümmern. Sie bieten 20-minütige Probetauchgänge an; nicht immer halten sich die Gäste an die Regeln. Oder sie verhalten sich unbeholfen und beschädigen die Korallen.

Die Unterwasserwelt auf den Andamanen ist sehr sensibel. Die Klimaerwärmung setzt den Korallen stark zu. Dazu kamen drei schwere El Ninos in den letzten zwanzig Jahren, die die Korallen bleichen ließen. Der letzte trat erst im vergangenen Jahr auf. Eigentlich bräuchten die Korallenbänke mehrere Jahre, um sich wieder zu erholen.

Sollte sich die Zahl der Touristen weiter in dem Maße erhöhen wie bisher, sind sie in ihrem Bestand gefährdet. Auf den benachbarten Similan Islands, die zu Thailand gehören, hat die dortige Regierung die Korallenriffe nach dem letzten El Nino bereits für Tauch- und Schnorchelausflüge gesperrt.

Gefahren für die Ureinwohner

Ein weiterhin stark steigender Tourismus birgt für die Andaman Inseln auch ein kulturelles Risiko. Denn dort leben noch einige Ethnien von Ureinwohnern, rund 1000 Menschen insgesamt. Diese Jäger und Sammler wollen keinen Kontakt mit der Zivilisation. Die Sentinelesen, die auf einer kleinen isolierten Insel leben, wehren sich sogar mit Pfeil und Bogen gegen jegliche Eindringlinge. Selbst indische Behördenvertreter können die Insel nicht betreten. Man hat sich daher fürs Erste entschieden, die Sentinelesen in Ruhe zu lassen.

Dem Volk der Jarawa, das die drei nur durch Meerengen in der Breite eines Kanals getrennten Hauptinseln bevölkert, ist es dagegen nicht so gut gelungen, die moderne Welt von sich fern zu halten. Das liegt auch an der Straße, die vor einigen Jahren mitten durch sein Gebiet gebaut wurde, um Port Blair mit dem Norden der Hauptinsel zu verbinden. Um die Jarawa möglichst nicht zu stören, dürfen Autos, Lastwagen und Busse nur dreimal am Tag im Konvoi die Route befahren. Fotografieren, Aussteigen und mit den Jarawa in Kontakt zu treten ist streng verboten. Der Bau der Landstraße war sehr umstritten, erklärt Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker. Obwohl die indische Regierung es verboten hatte, drangen Filmteams, Möchtegernforscher, Missionare und Bewohner der an den Wald grenzenden Dörfer in den Lebensraum der Jarawa ein, um sie zu studieren oder zu missionieren oder um in ihrem Gebiet zu wildern und Holz zu schlagen.

Mehr erschließen oder mehr abschotten?

"Im Prinzip ist die ganz große Frage, wieviel Entwicklung wollen sie, dürfen sie haben, oder lehnen sie auch ab. Darum wird ganz viel gestritten. Wieviel Entwicklung wollen sie, das ist ganz schwer zu sagen, weil es schwer ist, für sie das zu überschauen, was das bedeutet: wenn ich dieses abgeschlossene Gebiet öffne, was hat das für Konsequenzen. Das können sie so nicht überblicken, weil sie eben keinen Vergleichsmasstab haben. Das geht zum Teil über sie hinweg, diese Entscheidung."

Langfristig wird es den Jarawa und den anderen Gruppen kaum gelingen ihre selbst gewählte Isolation aufrecht zu erhalten, befürchtet Delius.

"Viele Stimmen in der Verwaltung gehen dahin, wir müssen die Andamanen mehr erschließen, wir brauchen mehr Tourismus, wir wollen Devisen einnehmen. Modi ist ein Mann der Wirtschaft. Von daher laufen unter der Regierung Modi alle Zeichen darauf hinaus, dass man mehr auf Entwicklung setzt. Und das bedeutet für die Indigenen letztlich den Untergang ihres traditionellen Lebensalltags und letztlich auch den Untergang als ethnische Gruppe."

Noch sind die Mitte und der Norden der Hauptinseln kaum touristisch erschlossen. Nur wenige Individualreisende verirren sich in die kleinen, verschlafenen Ortschaften. Aber die Gegend birgt sehr viel Potential, mit seinen endlosen einsamen Stränden, an denen Schildkröten ihre Eier ablegen, den Mangrovenwäldern, Trekkingrouten und Kalksteinhöhlen. Sollten die großen Reiseanbieter beginnen, die Gegend in ihren Programmen zu vermarkten, dann wird es um die Zukunft der Indigenen schlecht bestellt sein.



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