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Wie Thailand mit Flüchtlingen aus Europa kämpft

Es gibt auch Menschen, die aus dem Westen fliehen. Ein beliebtes Ziel ist Thailand. Die Integration ist gescheitert. In Deutschland würde man wohl von einer Parallelgesellschaft sprechen. Eine Weltgeschichte.


Bangkok. Thailands Behörden sind immer für Überraschungen gut. Diesen Monat haben Polizisten stichprobenhaft kontrolliert, ob Ausländer bei der Einreise 20.000 Baht (rund 500 Euro) vorweisen können. Falls es diese Vorschrift jemals tatsächlich gab, wurde sie seit Jahrzehnten nicht mehr angewandt. Einige Ankömmlinge mussten erst mal in den Flughafenknast.

Es ist nicht der erste Versuch Thailands, seine Grenzen genauer zu kontrollieren. In der Regel sind die Anstrengungen aber erfolglos. Im Urlaubsparadies tummeln sich deswegen zahlreiche Flüchtlinge aus dem Westen. Sie fliehen vor dem Finanzamt, ihren Ehefrauen oder der Langeweile. Längst nicht alle leben legal hier oder haben ein Auskommen. Ich habe mal einen arbeitslosen Deutschen getroffen, der seit neun Jahren in Thailand wohnt und praktisch keine Papiere mehr hat. Er verlässt das Land einfach nicht mehr.

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Philippinen: Allein gelassen

Warum arme Länder durch den Klimawandelt noch ärmer werden


Von Jacque Manabat


Die Philippinen gehören zu den Ländern, die am stärksten unter dem steigenden Meeresspiegel leiden werden. Und auch die Philippinen bleiben, wie so viele andere Länder, auf den Kosten sitzen. Von den Industrienationen, den Verursachern des Klimawandels, kommt keine Hilfe.

In der Hauptstadt Manila ist der Meeresspiegel, relativ zur Küste, in den vergangenen Jahrzehnten um 80 Zentimeter gestiegen, im zentralen Legaspi sind es 30 Zentimeter und in der südlichen Davao-Bucht sind es immerhin noch 24 Zentimeter.

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Vietnam: Kloster im Visier der kommunistischen Behörden

Ein katholisches Kloster ist erneut Ziel einer Attacke der staatlichen Behörden geworden. Laut einem Bericht des Pressedienstes Asianews demolierten am vergangenen Mittwoch mehr als einhundert Polizisten in Zivil im Kloster Thiên An in der Stadt Huế im Zentrum des Landes. Laut Augenzeugenberichten ging eine Schlägertruppe brutal gegen die Geistlichen vor; ein Pater habe in der Gruppe lokale Polizeikräfte wiedererkannt. Die Mönche hätten vergeblich versucht, ein Kreuz und eine Christusstatue vor der Attacke zu schützen.

„Dies ist Werk der Stadtregierung. Hinter dieser Aggression stehen starke Macht- und wirtschaftliche Interessen. Es geht dabei um die Besetzung des umliegenden Landes, und Polizei, Kriminelle und lokale Autoritäten sind darin involviert“, kommentierte eine Mitarbeiterin der Diözese Huế den Vorfall laut Asisnews.

Das Kloster Thiên An sei schon mehrfach zum Ziel von Übergriffen der kommunistischen Behörden geworden, die es auf die umliegenden Wälder abgesehen hätten, so Asianews. Das zum Kloster zugehörige Kreuz und die Christusstatue seien bereits 2015 zerstört worden; Mönche und Gläubige hätten sie im Anschluss wieder errichtet.

 
Thailand: Twittern im Tempel

In Thailand sind auch buddhistische Novizen vom Smartphone-Virus infiziert. Kulturpessimistisch betrachtet, ist damit eine Jahrhunderte alte Erzählkultur gefährdet. Doch viele Mönche sagen: Der Buddhismus kann vom Internet profitieren.

In der Bangkoker U-Bahn von Suttisan nach Hua Lampong: „Please mind the gap between train and platform.“ Die ein- und aussteigenden Fahrgäste haben anderes zu tun als sich um vermeintliche Lücken Sorgen zu machen. Sie sind in ihre Smartphones vertieft.

Natürlich sieht man das auch im Westen, aber so extrem wie hier in Thailand ist das nicht.

Selbst die Novizen in den Tempelanlagen sind vom Smartphone-Virus infiziert. Und das wundert hier niemanden.

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Indonesien: Noch gibt es Alkohol – aber nur heimlich

Indonesiens Parlament denkt darüber nach, Alkoholkonsum landesweit zu verbieten – aus religiösen und gesundheitlichen Gründen. In einigen Regionen gilt das schon. Was zum Teil dramatische Folgen hat.

Der Weg zu Jakartas Nachtleben führt durch einen unscheinbaren Nebeneingang. Nichteingeweihte sehen hinter der Stahltür nur eine Herrentoilette. Insider wissen aber, dass das nur Tarnung ist. Sie steuern auf eine Nummerntastatur zu. Der richtige Code verschafft ihnen Einlass in einen dunklen Gang, an dessen Ende Barhocker und Schnaps warten.

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