Magazin
Laos: Auf Drahtseilen über den Regenwald fliegen

Im Norden von Laos können Reisende auf Drahtseilen über den Regenwald fliegen. Das Gibbon Experience ist ein Ökoprojekt, das viel Natur und großen Spaß bietet, aber keine Affen Der erste Versuch ist noch harmlos. Vor einem Bach legen wir unsere Gurte an, schnallen den Karabiner auf die Rolle am Drahtseil, lassen uns fallen, gleiten ein paar Sekunden durch die Luft und springen auf dem anderen Ufer auf eine kleine Plattform. Mehr ist es nicht, erklären uns unsere laotischen Führer in etwas gebrochenem Englisch, nur etwas länger. Vor der Abfahrt in den Nam-Kan-Nationalpark im hohen Norden von Laos haben wir im Büro von Gibbon Experience per Video noch eine Einweisung bezüglich des richtigen Verhaltens beim "Ziplining" erhalten sowie Handschuhe, Gurt und Helm. Dann wird man auf holprigen Straßen in den Park gefahren, Dauer: eine gute Stunde. Vor rund 20 Jahren hat ein französischer Schullehrer das Gebiet entdeckt und eine lokale Initiative gegründet, um das illegale Abholzen der riesigen Regenwälder in der Bokeo-Provinz zu stoppen und auch die von Ausrottung bedrohten Gibbonaffen zu retten. Die Lösung: ein Programm, damit Touristen den Regenwald möglichst hautnah erleben und die lokale Bevölkerung sich einen Lebensunterhalt verdienen kann.

Weiterlesen...
 
Ein falsches Wort bedeutet Knast!

In wenigen Tagen wird Thailands König Bhumibol bestattet. Während das Volk trauert, geht die Junta immer härter gegen vermeintliche Majestätsbeleidigung vor. Ein neuer kurioser Fall sorgt für Aufsehen.

Bangkok. Eigentlich geht es hektisch in Bangkok zu. Ich wohne mitten in der Stadt, nicht weit von mir verläuft eine laute, mehrspurige Straße. Doch als ich Freitag auf meinem Balkon stand, war es so leise, dass ich die Hühner meines Nachbarn gackern hörte.

Die Hauptstadt ist in ruhiger Trauerstimmung: Andächtig feiern die Thais den einjährigen Todestag des hochgeschätzten Königs Bhumibols: Fast alle tragen schwarz oder weiß, in der Bahn erklingt Trauermusik und Partys sind erst einmal Tabu – das gilt auch für Touristen. Am 26. Oktober erreichen die Zeremonien mit der Einäscherung den Höhepunkt. Hunderttausende werden dafür in Bangkok erwartet.

Weiterlesen...
 
Kambodscha: Endstation für die legendäre Bambusbahn

Kambodschas Bambusbahn muss vielleicht bald offiziellen Zügen weichen

Phnom Penh – Eine Bambuspalette, ein kleiner Motor – fertig ist der Bamboo-Train, mit dem Touristen nahe der kambodschanischen Stadt Battambang durch Reisfelder rattern. Was für viele ein Highlight ihrer Kambodscha-Reise ist, wurde in den 1980ern aus der Not geboren, die verfallenen Schienentrassen aus der Kolonialzeit zu nutzen. Seit das Bahnnetz renoviert wird, sind die Tage der Bambusbahn gezählt.

Die improvisierten Wagen – Ausdruck von Kreativität und Unternehmergeist in der infrastrukturarmen Nation – verwandelten sich über die Jahrzehnte in eine beliebte Touristenattraktion. „Es war gut, endlich ein bisschen Wind im Gesicht zu haben“, ruft die 25-jährige Schwedin Josefin Strang nach einer Fahrt in glühender Tropensonne. „Ich bin froh, dass es der Bambuszug war und nicht ein gewöhnlicher Zug, denn die Gleise sind wahrlich nicht so gut in Schuss.“

Weiterlesen...
 
Tierschützer aus NRW kämpft für Artenerhalt in Kambodscha

Kbal Spean /Münster – Fernab der Heimat kämpft ein Tierpfleger aus Nordrhein-Westfalen für den Erhalt der einzigartigen Tierwelt Südostasiens. Michael Meyerhoff ist Leiter eines Tier- und Naturschutzzentrums in Kambodscha, das vom Allwetterzoo Münster gegründet wurde.

Scheinbar mühelos schwingt sich der Gibbon im kambodschanischen Regenwald von Ast zu Ast. Seine Bewegungen sind elegant, das goldgelbe Fell schimmert majestätisch. Momente wie diese könnte es schon bald nicht mehr geben. Denn die Affenart ist, wie viele andere Tierspezies in Südostasien auch, akut vom Aussterben bedroht.

Weiterlesen...
 
Wasserspinat: Unkraut aus dem Wok

In Vietnam wächst Wasserspinat in jedem Tümpel oder Teich – und dem Kraut werden wundersame Kräfte nachgesagt. Auch geschmacklich ist der Rau Muong ein Wunder. Besonders dann,wenn man ihn ganz simpel zubereitet.

Auf Reisen für unser Buch über vietnamesische Küche und Kultur hatten meine Frau Susanna Bingemer und ich Rau Muong, den vietnamesischen Wasserspinat, schon oft gegessen. Am liebsten ist er mir ganz einfach, als Salat oder in Suppen oder als Gemüse: kurz und sehr heiß gewokt, mit einer gequetschten Knoblauchzehe und einem Schuss Sojasauce. So schmecken die Stiele superknackig und frisch, gleichzeitig sind die Blätter ganz leicht geröstet und weich wie gedünsteter Spinat. Bewusst wahrgenommen habe ich die Pflanzen erst in den Wassergräben um die Ruinen des alten Kaiserpalastes in Hue. Im Morgengrauen paddelten zwei Frauen mit ihrem kleinen Boot in den Gräben und schnitten Wasserspinat für den Markt. Arme Frauen nutzen die ehemaligen Verteidigungsanlagen des Feudalismus um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten – egal wie gut oder schlecht der vietnamesische Staat heute für seine Einwohner sorgen mag, die Szene wirkte auf mich sehr friedlich und wie ein Symbol der Entwicklung.

Weiterlesen...
 
«StartZurück12345678910WeiterEnde»

Seite 1 von 37