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Terror bedroht eine Erfolgsregion

Der Angriff von Verbündeten des "Islamischen Staats" auf eine Stadt auf den Philippinen hat die Presse in ganz Südostasien schockiert.

Als plötzlich schwarze Flaggen über der Stadt Marawi wehten und der philippini-sche Staat seine Armee gegen Verbündete der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Marsch setzte, war für die Nachbarn klar: Präsident Rodrigo Duterte könnte schon bald Hilfe benötigen, um den IS daran zu hindern, sich in der aufstrebenden Region festzusetzen. Kann der islamistische Terror den wirtschaftlichen Fortschritt zunichtemachen? Die staatsnahe Zeitung The Straits Times in Singapur spitzt die Frage zwar nicht so zu, doch ist das Thema Terror ständig präsent, etwa wenn Verteidigungsminister Ng Eng Hen betont, wie sehr doch alle auf Sicherheit und Stabilität angewiesen seien, damit die Region weiter aufblühen kann.

Während der wohlhabende Stadtstaat seine Bürger vor möglichen Attacken "einsamer Wölfe", also Einzeltätern, warnt, hat sich die philippinische Stadt Marawi in ein Schlachtfeld verwandelt. Dort verschanzen sich Hunderte Terroristen und missbrauchen Geiseln als Schutzschilde. Während die seriöseste Zeitung in Manila, The Philippine Daily Inquirer, zuletzt unerschrocken über die Exzesse des Anti-Drogen-Krieges ihres Präsidenten berichtete, blickt sie nun täglich auf die Kämpfe im Süden, berichtet über die Strategie der Generäle, lässt aber auch Menschenrechtler zu Wort kommen, die das von Duterte verhängte Kriegsrecht kritisieren. Ein Kolumnist warnt davor zu glauben, es könne eine militärische Lösung geben. Der beste Weg, um den Extremismus einzudämmen, sei ein Friedensprozess mit muslimischen Gruppen, die auf der Insel Mindanao Autonomie fordern.

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Zwischen Artenvielfalt und Plastikmüll - Eine Ökokriegerin kämpft in Indonesien für die Korallen

Auf der Insel Gili Trawangan nennen sie sie die Ökokriegerin: Wie die Bio-Aktivistin Delphine Robbe versucht, den Artenreichtum in Indonesien zu schützen.

Unter ihrem Skype-Konto steht das Motto: „Die Erde lebt. Sei nicht pessimistisch, sei ein Ökokrieger.“ Ökokriegerin – so nennen auch die Einheimischen von Gili Trawangan Delphine Robbe, wenn sie über sie sprechen. Die französische Ingenieurin, Jahrgang 1978, lebt seit 15 Jahren auf der kleinen indonesischen Insel, die zwischen Bali und der Nordwestküste von Lombok liegt.

Über Jahre war Gili Trawangan ein unberührtes Paradies. Doch diese Zeiten sind lange vorüber. Indonesien ist nach China der zweitgrößte Produzent von Müll im Ozean. Die Weltbank schätzt, dass jeder der 250 Millionen Indonesier pro Jahr für 0,8 bis ein Kilo Plastikmüll im Meer verantwortlich ist. Auch Gili Trawangan leidet unter der Verschmutzung.

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Schleuser-Branche in Südostasien: «Korruption ist das Schmierfett»

In Südostasien überqueren Migranten in großer Zahl illegal die Grenzen. Junge Männer sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Menschen flüchten vor Konflikt und Gewalt. Besonders dramatisch ist die Lage der verfolgten Minderheit der Rohingya.

Illegale Migration gehört in Südostasien fast zur Tagesordnung. Menschenschmuggler nutzen die oft durchlässigen Grenzen der Region skrupellos aus – und machen damit viel Geld.
Die UN-Behörde zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität, kurz UNODC, schätzt, dass 80 Prozent der Menschen, die in der Region illegal eine Grenze überquert haben, dies mit Hilfe von Schleppern taten. So einträglich das Geschäft für die Schleuser ist, so gefährlich ist es vielfach für die Geschmuggelten.
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Singapur: Rauchen erlaubt – aber nur mit fünf Meter Abstand

Singapur ist eine schöne Stadt – sie ist aber auch eine Stadt der Strafen. Allein eine achtlos auf die Straße geworfene Zigarette kann bis zu 400 Euro kosten. Und doch finden Raucher ihre Nischen.


Raucher auf Reisen haben einen Blick für Details. Wie verschlungen die Wege auf großen Flughäfen auch sein mögen, das universell verständliche Zeichen in Form einer Zigarette entdecken sie immer.

Zielstrebig bahnen sich die Verbannten ihren Weg in die vernebelten Glaskästen, die völkerverbindender als so mancher UN-Gipfel sein können. Kulturelle und sprachliche Grenzen lösen sich eben schnell in Rauch auf, wenn man nach einem zehnstündigen Flug dringend Feuer braucht.

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Bangkok: Kanalboote immer noch nicht sicherer

Bangkok – Acht Monate nach einem tödlichen Unfall, ein Mann war von einem Klong-Boot in einen Kanal gefallen und ertrunken, ist von einem Umdenken nichts zu sehen.

Zunächst war von Maßnahmen die Rede gewesen, wonach sichergestellt werden sollte, dass Passagiere nicht mehr ins Wasser fallen können, vor allem beim Aus- und Einsteigen. Pro Tag benutzen etwa 80.000 Fahrgäste die Boote auf den Bangkoker Kanälen.

In den letzten acht Monaten sind nur sechs von 70 Booten umgebaut worden, um die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen.

 
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