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Philippinen: Manila sieht anti-chinesische Gruppe hinter vereiteltem Anschlag am Flughafen

manila-airportManila (dpa) - Nach dem vereitelten Bombenanschlag am Flughafen von Manila haben die Ermittler eine anti-chinesische Gruppierung für das versuchte Attentat verantwortlich gemacht. Die Gruppe werfe der philippinischen Regierung eine zu laxe Haltung im Streit mit Peking um Gebiete im Südchinesischen Meer vor, teilte Justizministerin Leila de Lima am Dienstag in Manila mit.

Die Polizei hatte am Montag drei Verdächtige gefasst, die in einem Auto auf dem Flughafen-Parkplatz selbst gebastelte Brandbomben zusammenbauten. Die Sprengsätze hätten im Falle einer Explosion jeden im Umkreis von zehn Metern verletzen oder töten können, sagte die Ministerin weiter. Die Gruppe soll auch Anschläge auf die chinesische Botschaft und das größte Einkaufszentrum der Philippinen geplant haben, das einem Investor mit chinesischen Wurzeln gehört.

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Malaysia Airlines empört mit Werbe-Spruch

malaysia-airlinesDie Fluglinie warb mit einer "Bucket List" - mit Dingen, die man tun sollte, bevor man stirbt.

MH17 und MH370 - die Codes sind zu Synonymen für wohl vermeidbare Flugtragödiengeworden. MH370 verschwand im März diesen Jahres mit 239 Passagieren an Bord am Weg von Kuala Lumpur nach Peking und wurde nie gefunden. MH17 schlug im Juli auf ukrainischem Boden auf - die Maschine dürfte von Rebellen aus Versehen abgeschossen worden sein, 298 Menschen starben. Beide Flieger stammten von Malaysia Airlines, die seither vor dem Ruin steht. Vorige Woche wurde verkündet, dass die Linie 6000 Jobs einsparen muss.

Um doch noch Geld einzunehmen, setzt die Linie auf neue Werbestrategien - offenbar kam dabei ein Schnellschuss heraus, für den sie nun heftig kritisiert wird: Die Airline hat in Gewinnspielen ihre Kunden gefragt, welche Orte denn auf ihrer "Bucket List" stehen. Eine "Bucket List" zählt Dinge auf, die man tun will oder soll, bevor man stirbt ("To Kick the Bucket" entspricht "Ins Gras beißen").

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Thailand: Neues Kabinett bestätigt

vereidigung-prayuthBangkok - Der König bestätigte das neue Kabinett, in dem zwölf von 32 Ministern Militärs oder Polizeibeamte sind. Die Zivilisten sind bis auf wenige Ausnahmen Bürokraten, nur zwei Frauen gehören dem Kabinett an. Der ehemalige Verteidigungsminister General Prawit Wongsuwan ist nun erneut Verteidigungsminister geworden, zugleich ist er Vize-Premierminister. Der Oberbefehlshaber des Militärs, General Tanasak Patmapragorn, hat das Amt des Außenministers übernommen und ist auch Vize-Premierminister. Der ehemalige Armeechef Anupong Paojonda, der vor General Prayuth bis 2010 Armeechef war, übernahm das Innenministerium.

Sommai Pasi, der im Kabinett Surayud Chulanont (nach dem Putsch 2006) stellvertretender Finanzminister war, ist Finanzminister. Wirtschaftsminister ist General Chatchai Sarikulya und Transportminister Air-Force-Chef Luftwaffengeneral Prajin Juntong. Der Chef der Marine, Narong Pipatanasai ist Bildungsminister. Polizeigeneral Adul Saengsinkaew übernahm das Ministerium für Soziale Entwicklung und Menschliche Sicherheit.

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Bevölkerung Myanmars kleiner als gedacht

myanmar-bevoelkerungNaypiydaw (dpa) - Myanmar hat weniger Einwohner als angenommen. Das geht aus der ersten Volkszählung seit 30 Jahren vor. In Myanmar leben 51,41 Millionen Menschen, teilte die Regierung am Samstag mit. Die asiatische Entwicklungsbank (ADB) schätzte die Bevölkerung auf 61,6 Millionen Menschen, die Weltbank auf 53,3 Millionen.

Myanmar, früher Birma, war 48 Jahre eine Militärdiktatur. 2010 verordneten die Generäle demokratische Reformen. Das Militär hält aber ein Viertel der Parlamentssitze und kontrolliert die Regierung. Ex-General Thein Sein ist Präsident und fördert Reformen. Bundespräsident Joachim Gauck empfängt ihn kommende Woche in Berlin.

 
Prozess gegen drei Menschenrechtsaktivistinnen in Vietnam

ho-tschi-minh-stadt-gerichtHanoi (dpa) - Drei Menschenrechtsaktivistinnen stehen seit Dienstag in Vietnam vor Gericht. Die Anklage lautet auf öffentliche Ruhestörung. Die Frauen waren im Februar auf dem Weg zu einem früheren politischen Gefangenen, als sie in der Provinz Dong Thap im Mekong-Delta festgenommen wurden. Den Frauen im Alter von 28, 34 und 50 Jahren drohen Haftstrafen bis zu sieben Jahren. Eine von ihnen war 2011 zu zwei Jahren Umerziehungslager verurteilt worden, weil sie an einer Demonstration teilgenommen hatte.

Aktivisten luden Fotos von Dutzenden Sympathisanten vor dem Gerichtsgebäude in Dong Thap hoch. Einige seien festgenommen worden, hieß es, aber die Information konnte zunächst nicht bestätigt werden.

 
Philippinisches Gericht ordnet Rückgabe von Marcos-Millionen an

marcos-millionenManila (dpa) - Ein Anti-Korruptionsgericht in den Philippinen hat die Rückgabe eines Teils des vom Ex-Diktator Ferdinand Marcos angehäuften Vermögens angeordnet. Etwa 42 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) müssen an die Staatskasse überwiesen werden, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Das Geld stammt aus einem beschlagnahmten Fonds.

Das Urteil beendet einen 23 Jahre dauernden Rechtsstreit; das Oberste Gericht hatte zuvor Einsprüche von Marcos' Witwe Imelda und ihrer Familie abgelehnt.

Marcos hatte ursprünglich zwei Millionen Dollar 1972 unter dem Namen einer in Panama registrierten Firma bei der Investmentbank Merril Lynch in New York angelegt. Die auf 42 Millionen Dollar angeschwollene Summe wird derzeit von einer philippinischen Bank treuhänderisch verwaltet.

Marcos hatte die Philippinen zwanzig Jahre lang regiert, bevor er 1986 aus dem Amt gejagt wurde. Schätzungen zufolge hatten er und seine Unterstützer zwischen fünf und zehn Milliarden Dollar beiseitegeschafft. Der Ex-Diktator starb 1989 im Exil auf Hawaii. Eine eigens geschaffene Regierungskommission konnte bislang etwa vier Milliarden Dollar sicherstellen.

 
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