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Neue Spur der Ermittler nach Anschlagsserie in Thailand

In Zusammenhang mit der Anschlagsserie in Thailand von vergangener Woche ist ein Mann in den Fokus der thailändischen Polizei gerückt, der schon an einem Anschlag vor zwölf Jahren beteiligt gewesen sein soll. DNA-Spuren vom Ort einer der Explosionen in Phuket stimmten von einem Beteiligten an einem ähnlichen Anschlag im Süden des Landes von 2004, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. «Wir glauben, dass diese Person bei der Aufklärung der Bombenanschläge von letzter Woche wichtig sein wird.» Gegen den Thailänder wurde Haftbefehl erlassen.

Am Donnerstag und Freitag waren in fünf Städten im Süden des Landes mindestens zehn Sprengsätze explodiert. Die Täter hatten vor allem Urlaubsorte im Visier. Vier Menschen starben, 35 wurden verletzt. Unter den verletzten Touristen waren auch vier Deutsche. Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um Thailänder.

Eine Verbindung zur Separatistenbewegung im Süden des Landes schlossen die Behörden bislang aus. Die Bomben ähnelten zwar Sprengsätzen, die bei Anschlägen in südlichen Provinzen zum Einsatz kämen, aber dennoch bestehe kein Zusammenhang, hatte der stellvertretende Polizeichef Pongsapat Pongcharoen am Wochenende gesagt. Am ehesten kommen der Polizei zufolge Gegner der von der Militärregierung unterstützten und vergangene Woche in einem Referendum beschlossenen neuen Verfassung des Landes infrage.

 
Polizei vereitelt Terroranschläge in Malaysia

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Kuala Lumpur (dpa) – Malaysias Anti-Terror-Polizei hat nach eigenen Angaben Bombenanschläge von Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vereitelt. Drei Verdächtige zwischen 20 und 27 Jahren seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie hätten zum Unabhängigkeitstag am Mittwoch Anschläge auf ein Vergnügungszentrum in der Hauptstadt Kuala Lumpur, einen Hindutempel am Stadtrand sowie mehrere Polizeiwachen geplant. «Sie wollten anschließend nach Syrien reisen und sich dort dem Kampf anschließen», teilte der Polizeichef mit. 

In dem mehrheitlich muslimischen Staat südlich von Thailand wurden seit 2013 mehr als 200 Extremisten und Sympathisanten der IS-Miliz festgenommen.

 
Verdächtiger nach Bombenserie in Thailand festgenommen

Gut drei Wochen nach den Bombenanschlägen in Touristenregionen in Thailand ist einer von fünf zur Fahndung ausgeschriebenen Verdächtigen festgenommen worden. Der 33-jährige Thailänder werde auf einem Militärstützpunkt in der Südprovinz Pattani verhört, berichteten örtliche Medien am Montag unter Berufung auf die Polizei.

Bei der Serie von Anschlägen am 11. und 12. August waren im Badeort Hua Hin, der Touristenhochburg Patong in Phuket und an drei weiteren Orten vier Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Wer dahinter steckte, ist nach wie vor ungeklärt. 

In Pattani und Nachbarprovinzen kämpfen seit Jahren muslimische Separatisten gegen die Zentralregierung des mehrheitlich buddhistischen Landes. Die Anschläge könnten auf ihr Konto gehen. Die Polizei schließt aber auch nicht aus, dass Gegner der Militärherrschaft verantwortlich sind.

 
Gesundheitszustand von Thailands König Bhumibol ernst

Der Gesundheitszustand des seit Jahren schwer kranken thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej ist ernst. Die Nieren des 88-jährigen Monarchen funktionierten nicht, teilte der Palast am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Es war das vierte Gesundheitsbulletin in weniger als zwei Wochen, eine ungewöhnliche Häufung. 

Bhumibol ist seit 2009 mit nur kurzen Unterbrechungen im Krankenhaus. Er hat in diesem Jahr schon mehrere Eingriffe überlebt, darunter am Gehirn und am Herzen. 

Bhumibol hat zwar offiziell keine politische Macht, gilt aber als Garant der Einheit des politisch tief zerstrittenen Landes. Er ist seit 1946 auf dem Thron und damit der am längsten regierende Monarch der Welt. Er wird tief verehrt.

Als der Palast vergangenen Woche über die Lungeninfektion berichtete, sackte der Aktienindex an der Börse am nächsten Tag ab. Politologen befürchten eine Phase großer politischer Unsicherheit im Falle seines Ablebens. Da ein rigoroses Gesetz gegen Majestätsbeleidigung aber jede Diskussion über die Rolle der Monarchie unterbindet, weiß niemand, wie die zerstrittenen politischen Lager reagieren würden. Sein Sohn, Thronfolger Vajiralongkorn (64), hat bei weitem nicht dasselbe Ansehen. 

 
Mindestens zwölf Tote bei Bootsunglück in Thailand

Bei einem Bootsunglück in Thailand sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, kollidierte das mit mehr als 100 Passagieren besetzte Boot auf dem Fluss Chao Phraya mit einem Brückenpfeiler und kenterte. Das Unglück ereignete sich demnach in der zentralthailändischen Provinz Ayutthaya, rund 70 Kilometer nördlich von Bangkok. 

An Bord seien vor allem muslimische Pilger auf dem Weg zu einem religiösen Fest gewesen. Die Unglücksursache stand zunächst nicht fest. Möglicherweise war das Boot überladen, wie es weiter hieß.

 
Bosch setzt stärker auf Südostasien

Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch weitet seine Investitionen in Südostasien aus. In diesem Jahr werden in Standorte in der Region etwa 80 Millionen Euro gesteckt, zum Beispiel in ein neues Werk für Benzin-Einspritzsysteme in Thailand. Dies teilte Bosch am Montag in Stuttgart mit. Damit wird dort mehr investiert als im Schnitt vergangener Jahre. Seit 2006 waren es den Angaben zufolge insgesamt 500 Millionen Euro.

In den Staaten Südostasiens - darunter Thailand, Malaysia, Indonesien, Myanmar und Vietnam - hat Bosch 6800 Mitarbeiter, binnen eines Jahrzehnts hat sich diese Zahl den Angaben zufolge verdoppelt. Im Gesamtkonzern bleibt das aber eine Nische, nur knapp zwei Prozent der weltweiten Bosch-Belegschaft (375 000) sind in Südostasien.

Die Firma kam in der Region 2015 eigenen Angaben zufolge auf einen Umsatz von 780 Millionen Euro, 12 Prozent mehr als 2014. Das Plus lag großteils aber daran, dass der Hausgeräte-Hersteller BSH und der Lenksystem-Produzent BAS nach Komplettübernahmen inzwischen voll eingerechnet werden. Nimmt man diesen Effekt heraus, liegt das Wachstum aus eigener Kraft bei 5 Prozent - etwas schwächer als 2014.

 
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