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Indonesien hat erstmals eine Außenministerin

Jakarta (AFP) - Knapp eine Woche nach seiner Vereidigung hat der indonesische Staatschef Joko Widodo sein Kabinett vorgestellt. Erstmals in der Geschichte Indonesien gehört der Regierung eine Frau, Retno Marsudi, als Außenministerin an. Die beiden Schlüsselressorts Finanzen und Wirtschaft werden von Bambang Brodjonegoro und von Sofyan Djalil geleitet. Die insgesamt 34 Kabinettsmitglieder sind teils Fachleute, teils Parteipolitiker. Puhan Maharani, die Tochter von Megawati Sukarnoputri, der Vorsitzenden von Widodos Demokratischer Partei des Kampfes (PDI-P), ist neue Ministerin für Kultur. Als solche steht sie an der Spitze von vier mächtigen sogenannten Koordinierungsministerien, die andere Ministerien beaufsichtigen.

Dass der Präsident auch andere Megawati nahe stehende Persönlichkeiten in die Regierung aufnahm, werteten Beobachter als Versuch der ehemaligen Staatschefin, die künftige Regierungspolitik von außen zu beeinflussen. Eine enge Vertraute Megawatis, Rini Soemarno, leitet das Ministerium für Staatsunternehmen und neuer Verteidigungsminister ist der frühere Armeestabschef Ryamizard Ryacudu.

 

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Myanmar findet keinen Anstoß an Lagern für Zwangsarbeiter

zwangsarbeitRangun (dpa) - Die Regierung in Myanmar will die Lager für Zwangsarbeiter nicht schließen. Eine dementsprechende Forderung des Parlaments lehnte die von Ex-Militärs dominierte Reformregierung ab, wie lokale Medien am Dienstag berichteten.

Der stellvertretende Innenminister Kyaw Kyaw Tun sagte den Abgeordneten, die zu Zwangsarbeit verurteilten Häftlinge würden nicht unmenschlich behandelt. Nach Öffnung der Lager 1978 seien bis 2004 dort mehr als 4000 Häftlinge gestorben, fügte er hinzu.

2005 hatte die damals regierende Militärjunta 36 Lager geschlossen und die restlichen 46 in sogenannte Produktions- oder Trainingszentren umbenannt. Dort sind derzeit etwa 10 000 Gefangene inhaftiert. Zwischen Mai 2004 und August 2014 kamen in diesen Lagern weitere 1100 Häftlinge ums Leben.

«Diesen Todesfällen liegen vor allem Wetter, Ernährung, Lebensstil und Unfälle zugrunde», sagte Kyaw Kyaw Tun. Nach Angaben von Menschenrechtlern im benachbarten Thailand gibt es den meisten Lagern keine Krankenstation, in einigen nicht einmal einen Arzt.

 
Laos: Christen aus der Haft entlassen

laos-christenSechs der sieben Christen, die in den vergangenen Tagen in Laos von der Polizei festgenommen worden waren, sind aus der Haft entlassen worden. Dies teilte "Human Rights Watch for Laos Religious Freedom" mit.

Pastor Sompong Supatto und sechs Gläubige waren am 28. September festgenommen worden, weil sie gegen die Bestimmungen des Ortsvorstehers verstoßen hatten, der Christen Gebetsversammlungen in Privatwohnungen untersagt hatte. Am 3. Oktober wurden die Gemeindemitglieder freigelassen, der Pastor befindet sich weiterhin in Haft. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation waren Polizeibeamte in die Privatwohnung eingedrungen, in der sich die Gläubigen zum Gebet versammelt hatten.

Ebenfalls in der Provinz Savannakhet befinden sich fünf Christen weiterhin in Haft, die im Juni des Mordes an einem anderen Christen beschuldigt wurden, obwohl die Staatsanwaltschaft inzwischen festgestellt hat, dass sie kein Verbrechen begangen haben.

Wie aus einer Mitteilung von "Christian Solidarity Worldwide" hervorgeht, kam es in den Jahren von 2012 bis 2014 in der Provinz Savannakhet besonders häufig zu Verstößen gegen die Rechte von Christen. "Human Rights Watch for Laos Religious Freedom" fordert von der Regierung die Achtung der Religionsfreiheit in allen Provinzen des Landes.

 
Thailand: Schwimmende Märkte sollen den Tourismus auf Phuket ankurbeln

schwimmende-maerktePhuket - Die traditionellen schwimmenden Märkte Thailands (Floating Market) werden in absehbarer Zeit auch auf den längsten Kanälen auf Phuket zu sehen sein, um den Tourismus auf der Ferieninsel weiter anzukurbeln.

Dies ist aber nur eine der Möglichkeiten, denn das Tourismusministerium auf Phuket hat von der Regierung ein Haushaltsbudget von fast 70 Millionen Baht zur Verfügung gestellt bekommen.

Neben den schwimmenden Märkten und ihren Händlern, die vor allem auf den Kanälen in der Altstadt von Phuket auf ihren schmalen Booten thailändische Köstlichkeiten und Souvenirs anbieten werden, wird das Geld verwendet, um zum Beispiel öffentliche Toiletten am Saphan Hin Park zu bauen.

Die neue Aussichtsplattform am Berg Rang sollte Mitte Oktober eröffnet werden. Währenddessen werden am Cape Promthep Reparaturen durchgeführt und die Renovierungsarbeiten am Gebäude der Chartered-Bank, dem ersten Geldinstitut auf Phuket, werden sich um 150 Tage verzögern.

 
Auf Philippinen entführte Deutsche flehen im Radio um Hilfe

entfuehrte-deutscheDie von Extremisten auf den Philippinen entführten deutschen Segler haben öffentlich um Hilfe gefleht. Sie fürchten um ihr Leben. Die Entführer bleiben hart: Lösegeld oder Enthauptung, bekräftigen sie.

Manila (dpa) - Zwei mit dem Tod bedrohte deutsche Geiseln auf den Philippinen haben über Radio um Hilfe gerufen. Ihre Kidnapper von der Terror-Organisation Abu Sayyaf riefen am Montag bei dem Sender DXRZ in Zamboanga City im muslimischen Süden des Landes an und ließen die beiden zu Wort kommen.

«Wir appellieren an die deutsche und die philippinische Regierung, alles in ihrer Macht stehende zu tun. Wir sind in einer schwierigen Lage», sagte die 55-jährige Frau. Ihr Begleiter sagte: «Ich fürchte um mein Leben.» Der 74-Jährige sagte, er sei Arzt. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab gebildet. Einzelheiten nennt es nicht.

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Myanmar beginnt Prozess für Weltkulturerbe-Nominierung von Bagan
Ansicht_von_BaganBangkok (ADMG) – Myanmar wird in Kürze den Prozess in die Wege leiten, das ausgedehnte, in der zentral-westlichen Region Mandalay liegende Ruinenfeld von Bagan (ehemals: Pagan) für eine Aufnahme in die UNESCO Weltkulturerbe-Liste zu nominieren, den ersten Schritt für eine Anerkennung Bagans als Weltkulturerbe-Stätte.

Bagan war die ehemalige Hauptstadt des Königreichs von Pagan und florierte zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert. Das Königreich kollabierte laut Historikern um das Jahr 1287 aufgrund wiederholter Invasionen der Mongolen und die Stadt wurde schließlich fast von ihrer gesamten Bevölkerung aufgegeben.

Zurück blieben mehr als 4.000 buddhistische Tempel, Pagoden und Klöster, von denen rund 2.200 Bauwerke in unterschiedlichen Graden der Erhaltung bis in die Neuzeit überdauert haben. Das enorm eindrucksvolle, mit rund 104 km² sehr weitläufige Ruinenfeld war aufgrund der rigorosen Selbstabschottung Myanmars durch eine jahrzehntelang an der Macht festhaltende Militärdiktatur bis in die jüngste Vergangenheit nur wenigen westlichen Besuchern zugänglich.
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