Verdacht auf Kindesmissbrauch: Deutscher (41) auf den Philippinen festgenommen

Leuchtendes Blaulicht auf dem Dach eines Streifenwagens.

 
 
 

Wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs und Verbreitung von Kinderpornografie ist ein Deutscher (41) auf den Philippinen festgenommen worden. Auf den Aufnahmen soll auch sein eigener Sohn (2) zu sehen sein.

Manila. Die philippinische Polizei hat einen Deutschen unter dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs und der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet festgenommen. Der 41-Jährige sei am Mittwoch in seinem Haus in Lapu-Lapu City in der Provinz Cebu gefasst worden, sagte Polizeioffizier Romeo Perigo am Donnerstag. Es seien Datenträger mit kinderpornografischem Material sichergestellt worden. Auch der zweijährige Sohn des Mannes sei auf Bildern zu sehen.

Ein Hinweis der australischen Behörden führte zu der Festnahme, wie es weiter hieß. Demnach war der Verdächtige aufgefallen, weil er seit 2017 pornografische Aufnahmen von philippinischen Kindern produziert habe. Er habe deshalb unter Beobachtung gestanden. Zu der Identität des Mannes, der mit einer philippinischen Frau zusammengelebt habe, machte die Polizei keine Angaben.

Sohn des Verdächtigen kam in Obhut des Sozialamtes

Gegen den Deutschen werde eine Anklage wegen mutmaßlichen Menschenschmuggels, Kindesmissbrauchs und Verstoßes gegen das philippinische Gesetz gegen Cyber-Kriminalität vorbereitet, hieß es weiter. Der kleine Sohn sei in die Obhut der Sozialdienste der Stadt gegeben worden. „Die Festnahme sollte nicht nur als Warnung für ausländische Täter gelten, die in unserem Land leben, sondern auch für alle Online-Kriminellen auf der Welt“, sagte Perigo vor Journalisten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis solche Verbrecher gefasst würden.