Thailand: Buddhistische Mönche in Tempel erschossen


 
 
 

Der Süden Thailands ist seit vielen Jahren schon Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen muslimischer Rebellen. Seit 2004 wurden dabei bereits 7000 Menschen getötet.

In Thailand haben bewaffnete Angreifer zwei buddhistische Mönche in einem Tempel erschossen. Zwei weitere Mönche seien bei der Attacke gestern Abend im Süden des Landes verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Pakdi Preechachon der Nachrichtenagentur AFP.

Der Angriff erfolgte demnach in der Provinz Narathiwat. Mehrere schwarz gekleidete Angreifer seien in den abgelegenen Rattanaupap-Tempel eingedrungen und hätten auf die Mönche geschossen.

Der Chef von Thailands Militärregierung, Prayut Chan-O-Cha, verurteilte den Angriff. Er habe die Behörden angewiesen, die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen, teilte ein Regierungssprecher mit.
Zahlreiche Übergriffe

Der an Malaysia grenzende Süden Thailands ist seit Jahren Schauplatz eines blutigen Aufstands muslimischer Rebellen, bei dem seit 2004 bereits 7.000 Menschen getötet wurden. Die muslimische Region steht erst seit rund hundert Jahren unter Kontrolle des buddhistischen Königreichs Thailand. Kritische Stimmen betrachten Thailands Herrschaft dort als Besetzung und wehren sich dagegen.

Nach Angaben von Human Rights Watch wurden seit dem Beginn des Aufstands mindestens 23 buddhistische Mönche getötet. Erst Anfang Januar hatte die Rebellengruppe BRN öffentlich verkündet, ihren Kampf fortzusetzen.