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Wem gehört der Diamant? Südasiaten wollen britisches Kronjuwel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Donnerstag, den 11. Februar 2016 um 14:18 Uhr
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Von Doreen Fiedler und Christine-Felice Röhrs, dpa

In der Krone der britischen Queen Elisabeth steckt ein besonders großer Diamant, der legendäre «Koh-i-noor». Die Kolonialherren haben ihn vor mehr als 150 Jahren aus Asien mitgenommen. Jetzt will ihn ein Pakistaner zurückholen.

Er ist einer der berühmtesten Edelsteine der Welt und unschätzbar wertvoll: der «Koh-i-noor», ein 109 Karat großer Diamant. Seit 1937 sitzt er als zentrales Stück in der Krone der verstorbenen englischen Königin Elisabeth - Queen Mum - und wird als Teil ihrer Kronjuwelen im Tower ausgestellt. Sein Platz in der Krone ist im unteren Maltesischen Kreuz über einem Band, das viele weitere Edelsteine enthält.

Aber das ist nur der kürzeste Teil einer langen Geschichte voller Mogul-Herrscher, orientalischer Prinzen und Kriegsherren. Viel wichtiger sei, dass die Briten den Stein aus Pakistan gestohlen hätten, sagt ein pakistanischer Künstler und Anwalt, Javed Iqbal Jaffry. Deshalb soll der Stein nun zurück.

Jüngst reichte Jaffry eine Petition beim Höchsten Gericht der Provinz Punjab in der ostpakistanischen Stadt Lahore ein. Entgegen vieler Erwartungen ließ das Gericht eine Anhörung zu - mit dem Titel «Sayyed Mohammad Jawaid Iqbal Jafree gegen ihre Majestät Königin Elisabeth». Ergebnis vom Donnerstag: Die Saga geht weiter. In zwei Wochen gibt es eine neue Anhörung. Dann sollen der pakistanische Generalstaatsanwalt und der Generalanwalt der Provinz sagen, ob ein offizielles Verfahren gegen die britische Königin Elisabeth eröffnet werden kann.

Der 77-jährige Javed Iqbal Jaffry - oder Iqbal Geoffrey, wie er in Kunstkatalogen genannt wird - ist einer der schillerndsten Gestalten Pakistans. Er arbeitet als Anwalt ohne Bezahlung und hatte als Künstler Ausstellungen in der ganzen Welt. Seit Jahrzehnten kämpfe er für die Rückkehr des Diamanten, erzählt er der Deutschen Presse-Agentur. Er liebe England, aber die Rückgabe gestohlener Kunst und Kulturgegenstände sei eine moralische Pflicht.

Der Stein sei dem 14-jährigen Maharadscha Daleep Singh in Lahore, heute in Pakistan, um 1849 von Mitgliedern der britischen Ost-Indischen Handelsgesellschaft weggenommen worden. Die britische Britannica-Enzyklopädie nennt das «erlangt» (acquired). Allerdings, schränkt Geoffrey ein, solle der Diamant erst nach dem Tod von Königin Elisabeth II. aus der Krone ihrer Mutter entfernt werden. Jedes Mal habe Elisabeth II. auf seine Briefe zum «Koh-i-Noor» geantwortet. «Eine höchst würdevolle und schöne Dame», nennt er sie.

Aber nicht nur Pakistaner wollen den Diamanten, auch eine Gruppe Inder meint: Der Stein gehört uns. Denn der «Koh-i-noor» soll vor vielen Jahrhunderten auf heutigem indischen Boden gefunden worden sein. Wo genau, darüber streiten Historiker. Vielleicht besaßen ihn die Herrscher von Malwa über Generationen, ehe Sultan Ala ud-Din Khalji ihn 1304 wegnahm. Möglicherweise ging er 1526 an Babur, den Gründer der Mogul-Herrschaft. Auf jeden Fall ging der Stein dann in Delhi durch zahlreiche Hände, ehe er beim Maharadscha von Punjab landete.

Die indische Gruppe, die den Stein mit Hilfe eines Gerichtsverfahrens in London einfordern will, nennt sich «Mountain of Light», also Berg des Lichts, das ist die Übersetzung des persischen Koh-i-noor. Zu ihnen gehört der Besitzer von Restaurants und Nachtclubs in Goa, David de Souza. «Die Herrschaft der Briten hat die Psyche der Menschen auf dem Subkontinent zerstört und viel Armut hinterlassen», sagt er. Die Regierungen in London, Islamabad und Neu Delhi sollten endlich erkennen, welche Auswirkungen die Kolonialherrschaft habe.

Der Diamant ist tatsächlich nur die glitzernde Spitze eines riesigen Berges an Kultur- und Kunstschätzen, die die Kolonialherren aus dem Subkontinent davonschleppten. Britische Historiker wie Andrew Roberts verweisen gerne darauf, dass dies gerechtfertigt gewesen sei, schließlich habe das Königreich im Gegenzug über Jahrhunderte Südasien modernisiert, entwickelt, beschützt und demokratisiert. Die britische Regierung erklärte auf Anfrage, der Diamant sei Teil der Kronjuwelen, und man könne über dessen Zukunft nicht entscheiden.

In Indien und Pakistan wird die Kolonialherrschaft als eine Zeit der Unterdrückung und Ausbeutung wahrgenommen. Der indische Parlamentsabgeordnete Shashi Tharoor sagte bei einer Debatte der Oxford Union im vergangenen Jahr: «Es ist ein bisschen viel, erst 200 Jahre lang zu versklaven, zu töten, zu foltern, zu verstümmeln, und dann die Tatsache zu feiern, dass am Ende Demokratie herauskam.» Großbritannien habe Indiens Reichtum abgesaugt, um die industrielle Revolution Europas anzutreiben. Deswegen müsse es endlich Reparationszahlungen tätigen - auch um zu sagen: Es tut uns leid.

Bildquelle: Chris 73 / Wikimedia Commons

 
Indonesiens Wirtschaft zieht langsam an PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Freitag, den 05. Februar 2016 um 11:17 Uhr

Die indonesische Wirtschaft zieht nach fünf Jahren mit schrumpfendem Wachstum und hohen öffentlichen Ausgaben langsam wieder an. Die größte Volkswirtschaft Südostasiens schaffte im 4. Quartal 2015 ein Wachstum von 5,04 Prozent, wie das Statistikbüro in der Hauptstadt Jakarta am Freitag berichtete. Im abgelaufenen Gesamtjahr wuchs die Wirtschaft aber nur um 4,79 Prozent - zum fünften Mal in Folge weniger als im jeweiligen Vorjahr.

Das Land mit mehr als 250 Millionen Einwohnern lebt vor allem vom Export seiner Rohstoffe: Kohle, Öl, Gas, Palmöl und Gummi. Analysten machten eine mangelnde Rohstoff-Nachfrage aus dem Ausland für das Ergebnis verantwortlich. Die öffentlichen Ausgaben waren im 4. Quartal um 7,3 Prozent gestiegen. Präsident Joko Widodo hofft, damit Arbeitsplätze zu schaffen und die Binnennachfrage anzukurbeln.

 
Elefant in Thailand trampelt schottischen Touristen tot PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 02. Februar 2016 um 10:10 Uhr

Ein außer Kontrolle geratener Elefant hat in Thailand einen Touristen getötet. Der Mann (36) aus Schottland hatte mit seiner 16 Jahre alten Tochter auf der Ferieninsel Koh Samui an einem der populären Elefanten-Trecks teilgenommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Tier sei plötzlich fahrig geworden, habe den Mann abgeworfen und tot getrampelt. Tochter und Elefantenführer wurden nicht verletzt.

Berichte, wonach der Mann das Tier gereizt habe, seien falsch, sagte der Gründer der Wildlife Friends-Stiftung in Thailand, Edwin Wiek. «Der Elefant war in der Musht» - so bezeichnet man bei Elefanten einen Testosteronschub, der die Tiere einmal im Jahr besonders aggressiv macht. Elefantenbullen sollten nach Ansicht von Wiek überhaupt nicht auf solchen Trecks eingesetzt werden. Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen fünf Monaten sechs tödliche Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand.

Koh Samui, etwas größer als Fehmarn, empfängt jedes Jahr rund eine Million Touristen, darunter zehntausende aus Deutschland. Die Hochsaison ist von Oktober bis Dezember.

 
Mindestens fünf Tote bei schweren Unwettern in Indonesien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Samstag, den 30. Januar 2016 um 13:07 Uhr
Tagelanger Starkregen hat in Indonesien Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben und einer wurde vermisst, wie der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, am Sonntag mitteilte. Demnach waren von dem Hochwasser die Häuser Tausender Menschen betroffen. Hunderten drohte Gefahr durch Erdrutsche. In Indonesien kommt es während der Regenzeit immer wieder zu schweren Überschwemmungen.
 
14 Tote nach Kälteeinbruch in Thailand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 09:07 Uhr
Eine Kältewelle in Thailand mit Temperaturen von unter fünf Grad Celsius hat mindestens 14 Menschen das Leben gekostet. Sie seien unter anderem an Atemwegserkrankungen gestorben, teilte die Behörde für Katastrophenschutz am Mittwoch mit. In Teilen des Landes sanken die Temperaturen etwa zehn Grad unter die für die Jahreszeit üblichen Tiefstwerte. In mehreren Provinzen im Nordosten des Landes galten Unwetterwarnungen. Nach Angaben der Behörde kam es im Süden Thailands zu Überschwemmungen. Rund 3000 Haushalte waren demnach vom Hochwasser betroffen.
 
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