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Myanmar erklärt sich zu Hilfe für Bootsflüchtlinge bereit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Jäger   
Montag, den 25. Mai 2015 um 01:40 Uhr

Rangun – Angesichts der Flüchtlingskrise in Südostasien hat sich Myanmar offenbar erstmals bereit erklärt, den Bootsflüchtlingen zu helfen. Myanmar teile die Sorgen der internationalen Gemeinschaft und sei «bereit zu humanitärer Hilfe für jeden, der auf hoher See leidet».

Das teilte das Aussenministerium am Mittwoch nach Angaben von Staatsmedien mit. Viele der Bootsflüchtlinge vor Südostasiens Küsten gehören der Minderheit der Rohingya an und sind aus Myanmar geflohen.

Die muslimische Minderheit der Rohingya ist im mehrheitlich buddhistischen Myanmar systematischer Diskriminierung ausgesetzt. Auch aus Bangladesch selbst fliehen immer mehr Menschen vor bitterer Armut.

Allein in den vergangenen Tagen trafen in Indonesien, Thailand und Malaysia rund 3000 Flüchtlinge aus Myanmar und Bangladesch ein. Tausende Bootsflüchtlinge befinden sich noch auf See, viele davon seit Wochen.

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Thailand: Suvarnabhumi-Ausbau vorerst ad acta gelegt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Jäger   
Montag, den 25. Mai 2015 um 01:38 Uhr

Bangkok - Der Präsident des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AOT) gab bekannt, das Verkehrsministerium habe das Unternehmen angewiesen, den Beginn der zweiten Phase des Ausbaus zu verschieben. Als Grund seien die Kosten für das Projekt angegeben worden, die sich nach aktuellen Planungen inklusive eines neuen Passagierterminals sowie einer dritten Start- und Landebahn auf stolze 135 Milliarden Baht belaufen würden.

AOT-Präsident Nitinai Sirismatthakarn erklärte, man werde den Wünschen der Regierung folgen, gewisse Änderungen in das Konzept einfließen lassen und wie gewünscht einen neuen Termin zwischen März und Oktober 2017 als Startbeginn für das schon mehrfach verschobene Projekt ins Auge fassen. „Wir hoffen, das Suvarnabhumi-Projekt bis 2019 komplett abschließen zu können“, sagte Herr Nitinai.

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Warum die Kommunisten wirklich in Vietnam siegten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Jäger   
Montag, den 25. Mai 2015 um 01:35 Uhr

Fernandel-Filme, Twist und katholische Gottesdienste statt Napalm, Dschungel und Reisfelder: "Ein schöner kleiner Krieg" von Marcelino Truong zeigt eine unterbelichtete Seite des Vietnam-Kriegs.

Die Geschichte des Vietnam-Kriegs ist in den Massenmedien fast immer aus der Sicht der Amerikaner erzählt worden. Etwas anders war es in der DDR, wo mit importierten Vietcong-Propagandafilmen wie "Die Bäume von Fräulein Tham" oder linientreuen Comics wie "Hoa trocknet seine Tränen" immerhin die Perspektive der Kommunisten im Norden dargestellt wurde. Die Südvietnamesen waren dagegen bisher nicht nur die Verlierer des realen Krieges, sondern auch des Ringens um die Erinnerung: Sie kommen im kollektiven Gedächtnis nur als GI-Nutten oder in der Gestalt des Polizeichefs von Saigon vor, der einen Gefangenen erschießt.

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Indonesien verlängert Moratorium gegen das Abholzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Jäger   
Montag, den 18. Mai 2015 um 01:27 Uhr

Das drittgrößte Regenwald-Land der Welt, Indonesien, hat ein Moratorium gegen weiteren Kahlschlag in einigen Wäldern verlängert. Seit 2011 werden keine Abholzlizenzen mehr für Wälder im Umfang von 65 Millionen Hektar vergeben. «Der Präsident hat der Verlängerung zugestimmt», sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Eka Soegiri, am Mittwoch. Größere tropische Regenwälder haben nur noch Brasilien und die Demokratische Republik Kongo.

Umweltschützer kritisieren, dass das Moratorium schlecht überwacht werde und immer wieder illegale Holzfäller erwischt würden. Mancherorts ignorieren auch Lokalbehörden das Moratorium und erteilen Lizenzen. Die Zeitschrift «Nature Climate Change» berichtete im vergangenen Jahr, in Indonesien verschwinde der Wald schneller als in Brasilien. Zwischen 2000 und 2012 seien mehr als sechs Millionen Hektar Primärwald abgeholzt worden. Das entspricht etwa zweimal der Fläche des Bundeslandes Brandenburg.

 
Kambodscha träumt von einer goldenen Zukunft als Touristenziel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Jäger   
Montag, den 11. Mai 2015 um 03:42 Uhr

Der goldgewandete Buddha lächelt. Ehrfürchtig legt Syden Won die Handflächen zusammen und neigt den Kopf zum Gebet. Zu Füßen der Statue haben Gläubige am frühen Morgen Bananen und Litschis niedergelegt. Der schwere Duft von Räucherstäbchen steigt zum Anlitz des Erleuchteten auf. Noch ist es still. Doch Syden weiß, in wenigen Augenblicken werden die ersten Besucher der Tempelanlage kommen. Dann gehört das ewige Lächeln des Buddhas wieder den Kameras der Touristen aus aller Welt.

Als Syden das erste Mal hier im zentralen Tempel von Angkor Wat betete, war er ein junger Mönch und bereits vom Leben gezeichnet. Die Roten Khmer hatten seinen Vater, seinen älteren Bruder und seine Großeltern ermordet und ihn mit 14 Jahren zum Soldaten gemacht, einen von Tausenden.

„Meine Kindheit spielte auf einem Schlachtfeld. Es war eine schreckliche Zeit“, sagt der 36-Jährige aus einem Dorf bei der heutigen Touristenmetropole Siem Reap. Im April 1975 begann mit der Einnahme der Hauptstadt Phnom Penh die Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha. Noch heute sind die Spuren überall zu sehen.

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